Was für ein Theater!
von: Andreas Schettler
Am ersten Dezember 2007 waren Anna Silke Röder und Andreas Unglaub in dem düsteren Gewölbekeller des Schlosses Augustusburg „Auf der Suche nach dem Licht“ und machten das Schlosstheater in Sachsens weithin sichtbarer und geschichtsträchtiger Krone zu ihren Brettern, die die Welt bedeuten. Stolze 39 Stücke in 19 Jahren sind eine bemerkenswerte Bilanz.
Ein intelligentes Konzept und die Freude am Schauspiel waren eine gute Basis für den grandiosen Erfolg über eine lange Zeit. Management, Regie, Bühnenbild, Beleuchtung, Einlass, Getränke und Kasse in Personalunion auf 4 Schultern nötigt Respekt ab und geht nur, wenn man nicht „auf Arbeit“ ist.
Die Beiden, welche sich während des Studiums Mitte der achtziger Jahre am Schauspielhaus in Karl- Marx- Stadt kennenlernten, leben und lieben gemeinsam eben nicht nur ihre Kunst. Professionell und mit Hingabe präsentierten sie ihrem treuen Publikum aller Altersklassen ein abwechslungsreiches Repertoire große Kunst auf kleiner Bühne. Es gab die „Biergeschichten“ oder man konnte einer „Trennung frei Haus“ beiwohnen. Ja es gab sogar ein „One- Way Ticket zum Mond“!
Es ist leider nicht mehr feststellbar, wie oft dieses Ticket verschenkt wurde. Dabei musste man immer schnell sein, denn allzu oft stand „AUSVERKAUFT“ auf dem Spielplan. Nun endete die Vorschau heute, am 5. Juni mit dem „Videobeweis“, lustig und natürlich „Ausverkauft“ auf unbestimmte Zeit. Die Sympathieträger brauchen nach eigenen Angaben eine Pause. Deshalb sagt die Region „Danke“ für viele unterhaltsame Stunden der Freude oder auch des Innehaltens. Aber vielleicht heißt es bald „Alle Jahre wieder“ und es war nicht „Das letzte Mal“. Gerade der „Videobeweis“ wird demnächst wieder in aller Munde sein, so das runde Leder rollt. Schützt euch „Gut gegen Nordwind“!
Ihr fehlt uns schon jetzt! Lasst es wieder „Rödern“ im „Unglaublichen“ Theater Auf Bald!
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© Andreas Schettler, 2026 -
© Andreas Schettler, 2026 -
© Andreas Schettler, 2026 -
© Andreas Schettler, 2026